Motorradtour Österreich - Italien - Schweiz

Vinschgau - Engadin

vorige Seite - zweiter Tag

Dritter Tag

Wir fahren diesmal sehr früh von Prad weg. Wieder wie am Vortag fahren wir über das Stilfer Joch. Diesmal wissen wir bereits was wir zu beachten haben. Auf der Baustelle plaudern wir wieder mit anderen Bikern über die Tour die Motorräder und vieles andere mehr. Das Wetter ist wieder wie am Vortag. Da kommt wieder Freude auf. Wir machen noch ein paar Fotos bis alle Steine von der Baustelle beseitigt sind. Dann fahren wir weiter auf den Paß. Oben machen wir eine kleine Wanderung und sehen die vielen Berge um Umkreis. Nur über den Ortler ist eine kleine Wolke, aber das stört höchstens fürs Foto. Nach dieser kleinen Wanderung setzen wir unsere Reise fort. Diesen Tag haben wir uns den Gaviapass vorgenommen.

Karte für den dritten Tag

Doch scheinen wir mit dieser Route heute wenig Glück zu haben, da die Straße auf den Gavia gesperrt ist. Wir überlegen eine Zeit was wir ersatzweise wohl für eine Route nehmen könnten. Doch dann entschließen wir uns den gesperrten Paß zu fahren. Vielleicht ist nur der Abstieg gesperrt, und man gelangt doch auf die Passhöhe. Wir fahren vorbei an den eher missverständlichen Schildern, da außer dem allgemeinen Fahrverbot noch ein Verbot für Fahrzeuge über 3 1/2 angezeigt ist, sowie eine 40 km/h Beschränkung zu sehen sind. Die Straße ist gut zu befahren und wir gelagen an die Passhöhe wo wir uns des schönen Wetters erfreuen. Wir wissen aber noch immer nicht wieso die Straße gesperrt ist. Plötzlich jedoch kommen Motorradfahrer von der anderen Seite der Paß-Straße. Wir fragen diese ob die Straße befahrbar ist. Als Antwort bekommen wir die Frage gestellt: In welchen Land seid ihr? Erst nach eine Weile geben wir zur Antwort: In Italien. Darauf meinen die Schweizer Motorradfahrer. In Italien ist ein Fahrverbot nur eine Empfehlung, die Behörden haben die Straße nur geperrt, weil sie die Verantwortung nicht übernehmen wollen. Wir fragen dann noch genauer was den wohl wirklich sei. Darauf erhalten wir die Antwort das ein paar Steine auf der Straße liegen auf einer Fahrbahnseite, aber die Straße sei befahrbar. Wir glauben ihren Aussagen und fahren weiter die Straße. Die paar Steine waren aber trotzdem nicht ganz unwesentlich. Zum Glück kamen wir ohne Probleme durch, da die Sperre durchaus berechtigt war.

Danach geht es weiter auf den Tonale auf den wir ebenfalls eine kleine Rast machen. Wir fahren auf der gut ausgebauten Strecke weiter in Richtung Mendelpass, der bereits hier beschildert ist. In Dimara zweigen wir aber in Richtung Madonna de Campilio ab, und sogleich werden die Straßen wieder interessanter. Wir fahren über den Pass Campo Carlo Magno und dann will ich eine Abkürzung in Massimao nehmen, doch scheint dies keine Alternative zu sein und wir fahren wieder zur Hauptstraße zurück. Nach Tione di Trento und dann biegen wir auf eine Straße nach Molveno ab. Die Straße wäre ganz schön gewesen, hätten wir nicht einen LKW vor uns, denn wir unmöglich überholen konnten. Molveno liegt an einen kleinen See in einer wunderbaren Landschaft. Viele Male bin ich bei früheren Motorradfahrten bei diesen See vorbeigekommen. Wir fahren nun Richtung Gampen wo wir noch ein paar kleinere Pausen einlegen.

Nach dem Gampen Joch fahren wir in Richtung Meran und dann in wieder nach Prad. Um Meran ist sehr viel Verkehr auf der Straße. Wir sind froh, dass wir das stark befahrene Straßenstück hinter uns haben und fahren zurück zu unserem Quartier. Müde von den Anstrengungen beenden wir den Tag und planen den nächsten Tag.

Wegstrecke dritter Tag 349 km


nächste Seite - vierter Tag